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na so was!

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das dentalmikroskop verändert alles ...


Zahnerhaltung pur – Wurzelkanalbehandlung mit Dentalmikroskop und Co

In der Öffentlichkeit kaum bekannt, eröffnen sich neue Welten im Bereich moderner Zahnheilkunde.

Fortschritte in der Wurzelbehandlung

Immer seltener wird in fortschrittlichen Zahnarztpraxen ein Zahn extrahiert, denn die Devise lautet Zahnerhaltung. Nichts kann den natürlichen Zahn komplett ersetzen, auch wenn uns mancher Implantathersteller in seinen Werbeaussagen dies glauben machen möchte.

Im Fachjargon heißt der Bereich, der sich mit dieser Thematik beschäftigt Endodontie. Hier in der Pfalz widmen sich eine gute Handvoll Zahnärzten diesem Gebiet und führen den „Tätigkeitsschwerpunkt Endodontie“.

Möglich wird dieser Wandel heute durch rasante Entwicklungen in der endodontischen Behandlung komplexer Wurzelkanalsysteme. Viel zu lange galt die Endodontie als ein Stiefkind der Zahnheilkunde. Jedoch gab es in den letzten Jahren einen solch enormen Entwicklungsschub, wie kaum auf einem anderen Behandlungsgebiet. Selbst massiv geschädigte Zähne können oft gerettet werden, deren Zahnmark bereits von aggressiven Mikroorganismen angegriffen wurde.

Die endodontische Behandlung gehört zu den herausfordernsten Tätigkeiten der Zahnheilkunde, denn Endodontie ist Zehntelmillimeterarbeit. Die Winzigkeit der feinen Wurzelkanäle und deren Verzweigungen erfordern ein enges Zusammenspiel von zahnärztlichem Geschick, Ausbildungsstand und moderner technischer Ausrüstung. Nur so kann ein Kanalsystem effizient von krankheitsverursachenden Bakterien und abgestorbenem Gewebe gesäubert und dann bakteriendicht gefüllt und verschlossen werden.

Schon seit dem vorletzten Jahrhundert weis man über die Komplexität des Wurzelkanalsystems und deren bakterielle Besiedlung als Krankheitsursache Bescheid, war aber bis vor einigen Jahren meist nur in der Lage, die Hauptkanäle zu bearbeiten und damit zu einigermaßen säubern und abzufüllen. Bakterien, Pilze und organisches Gewebsmaterial blieben somit zwangsweise massiv in den Verästelungen zurück und konnten so die Infektion unterhalten oder erneut verursachen. Während früher das wichtigste Ziel einer solchen Behandlung vorrangig die Schmerzausschaltung war, hat man heute die biologischen Grundlagen erforscht, um einen Zahn auch langfristig erhalten zu können. Infektionskontrolle ist für die dadurch enorm gestiegene endodontische Prognose das entscheidende Stichwort.

Wissenschaftlichen Studien zufolge liegt die Erfolgsquote herkömmlicher Wurzelkanalbehandlungen in Deutschland lediglich bei 45 bis 50 Prozent, ein vollkommen unbefriedigendes Ergebnis, das es zu verbessern gilt. Denn die Zahnextraktion, Zahnprothetik oder Implantat sind die Folge, was stets mit hohen Kosten verbunden ist.

Aufwendiges Prozedere mit Aussicht auf Erfolg

Wichtigstes Equipment und Voraussetzung für eine optimale endodontische Behandlung ist heute ein Dentalmikroskop, welches dieses winzige Arbeitsfeld um ein Vielfaches vergrößert und dadurch überhaupt erst behandelbar macht. Endlich sieht man durch diese Hochleistungsoptik zusammen mit einer achsengerechten Xenonbeleuchtung die wesentlichen Teile der Wurzelkanalanatomie genau und muss nicht mehr blind arbeiten. Weil man nun Licht ins Dunkle gebracht hat, finden sich deutlich mehr und kleinere Kanäle, die dann mit ihren Ausbuchtungen auch weitgehend unter Sicht gesäubert werden können. Ohne optische Hilfsmittel und Licht im Wurzelkanal ist das Risiko für Fehler viel zu hoch.

Auch im Bereich der benötigten Instrumente und Medikamente hat der Fortschritt nicht haltgemacht. Schallaktivierte Spüllösungen sind zur Beseitigung von Bakterienbiofilmen und Gewebe mindestens so wichtig, wie die mechanische Säuberung. Neue, für verschiedenste Indikationen entwickelte Instrumente sind hochflexibel und können auch stark gekrümmten Kanälen folgen, die früher nicht aufbereitbar gewesen wären. Neue Legierungen aus Nickel-Titan machen Kanalfeilen mit einem Spitzendurchmesser von nur 0,06 Millimetern möglich, die auch bei engsten Kanälen nicht gleich abbrechen. Eingesetzt werden sie mit neuen, drehmomentgesteuerten Mikromotoren, die für jedes Instrument die richtige Arbeitskraft aufwenden und so einer Überlastung vermeiden. Andere, sonoabrasive Instrumente helfen bei der Darstellung und Bearbeitung der feinen Kanalstrukturen. Digitale Röntgentechnik ermöglicht die genaue Diagnostik und computergesteuerte Dentometer unterstützen die Bestimmung der exakten Wurzelkanallänge, um diese dann auch exakt bis zur Spitze säubern zu können. Biokompatible Füllmaterialien, eingebracht mit thermoplastischer Kondensationstechnik sorgen schlussendlich für eine hermetische Abdichtung des Kanalsystems. Neue Klebetechniken für eine sofortige adhäsive Versiegelung des Kanals tragen entscheidend zur Verhinderung einer Reinfektion bei.

 Der Erfolg gibt recht!

Die Mühe zahlt sich für die Patienten aus, auch wenn ein solch zeit- und damit kostenaufwendiges Behandlungssystem vielleicht manchen zunächst abschrecken wird, die Aussicht auf dauerhafte Erhaltung des eigenen Zahns und die Vermeidung des ansonsten nötigen Zahnersatzes kann meist beim Entschluss zur Behandlung überzeugen. Durch den Einsatz moderner Anästhetika hat diese auch weitgehend ihren Schrecken verloren.

In Deutschland haben sich in den letzten Jahren endodontische Fachgesellschaften gebildet, die diese Entwicklungen aufgegriffen haben und fördern. Dennoch wird nicht jeder Zahnarzt nach diesen Methoden behandeln können, denn für den einzelnen Kollegen ist es nahezu unmöglich geworden, auf allen Gebieten moderner Zahnheilkunde immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Zum einen verlangt die Fortbildung auf einem solch speziellen Teilgebiet der Zahnheilkunde enormes zeitliches und finanzielles Engagement. Und auch die Investitionen in die Praxisausstattung zur Durchführung einens Spezialgebiets sind beträchtlich. Spezialisierung auf einzelne Bereiche ist immer häufiger die Folge.

Um solche geschädigten Zähne durch moderne Wurzelbehandlung zu retten, muss ein Patient folglich nicht den eigenen Zahnarzt wechseln. Genau wie im allgemeinärztlichen Bereich schon lange üblich, kann er für eine solche Behandlung von seinem Hauszahnarzt überwiesen werden und geht dann nach abgeschlossener Wurzelbehandlung zur weiteren Versorgung wieder zu diesem zurück.

Weiterführende Information


Zahnarzt Norbert Faul,

www.endodontie-pfalz.de


VDZE
Verband deutscher zertifizierter Endodontologen e.V.,

www.vdze.de


DGEndo
Deutschen Gesellschaft für Endodontie e.V.,

www.dg-endo.de


DGZ
Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V.,

www.dgz-online.de